Bekenntnisse – Das Buch „Der Fortführer“ von Botho Strauß

Ein paar unsystematische Gedanken zum Beitrag von Thorsten Hinz
(„Junge Freiheit“ vom 11.5.) zu Botho Strauß‘ neuem Buch „Der Fortführer“:

„Strauß bekennt sich…“ – manchmal berührt er auch mein Gefühl.

Habermas soll am Grabe von Adorno gesagt haben:
Die Welt ist nicht so verkorkst, wie ER sich fühlte“.

Und von Goethe erfahren wir folgendes: „Wir kennen keine andere Kunst,
als die in Bezug auf DEN MENSCHEN (NICHT mit Bezug auf BOTHO STRAUß).
Wir wollen keine andere Kunst, als die ein Abdruck dieser Beziehung ist“.

Das Buch scheint in der Tat eine persönliche „confessio“ zu sein,
die berührt – oder auch nicht.

Die Sprache ist gewaltig:

Strauß will den „mystischen, lyrischen…Moment ergreifen,
den bedeutsamen Zeitsplitter, der eine Ahnung vom Weltganzen enthält.
Je nun !  –  Strauß ist kein Parmenides oder Heraklit (und nach ihnen andere),
die hinter den Wandlungen der Welt nach einem unwandelbaren Prinzip suchten.
Mir scheint, dass „Carpe diem“(Genieße/pflücke den Tag) kurz und bündig
dasselbe aussagt, selbst wenn es zum Hedonismus überzeugen will.

Strauß meint, er habe sein ganzes Leben „systemwidrig“ verbracht.
Er wollte die medialen Mauern „mit Hilfe einiger poetischer Sprengkapseln durchlöchern“.
Mir scheint, dass „Etiam, si omnes. Ego non“ (Auch wenn alle. Ich nicht)
kurz und bündig dasselbe aussagt.

Völlig ohne Bezug !
Eher meine eigene „Confessio“(unter anderem):

Ich liebe meine drei Söhne wie Engel und würde ALLES dafür tun,
dass sie ein möglichst glückliches Leben führen

Ich grabe gern in der Erde und singe Seemannslieder,
obwohl ich es nur bis zum Kajakfahrer gebracht habe.
.                                                                           Euer Dieter
.                                                                       – Die Politik-Rakete –

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