AfD und Kirche 21.05.2017

Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg, kritisiert in einem Interview im ZDF „Berlin Direkt“, dass Christen nicht in der AfD sein dürften.
Denn die Themen dieser Partei seien nicht kompatibel mit der christlichen Ethik.
Es würden von der AfD
– Menschen mit auffälliger sexueller Orientierung ausgegrenzt
. (Sexologen haben mittlerweile 100 – 500 unterschiedliche Orientierungen identifiziert),
– das Familienbild sei zu konservativ und schließe andere als die traditionelle Form aus,
– die restriktive Flüchtlingspolitik verstoße gegen Menschenrechte.

Dröge vergisst dabei, dass jetzt auch die pluralen Einheitsparteien in dieser Frage
Gesetze verschärfen wollen – getrieben durch die Realität.
Sie schreiben ALLE aus dem Partei-Programm der AfD ab.
Nach Dröges Logik müssten dann auch Mitglieder dieser Parteien vom Kirchentag ausgeschlossen werden.

Dass ein Bischof die christliche Ethik so einseitig als Freibrief für alle menschlichen Ausdrucksformen interpretiert, könnte als Missverständnis gewertet werden.

Wenn ein Bischof meint, er dürfe eine Partei politisch kritisieren mit umstrittenen Annahmen zur christlichen Ethik, dann muss man ihn darauf hinweisen, dass
mit der weltabgewandten Liebesethik auch gegenüber Feinden
keine verantwortliche Politik Erfolg haben kann.
(Bevor Dröge weiteren diffamierenden Dünnsinn zu Politik und Theologie verkündet, sollte er intensiv das Gespräch mit dem Religionsphilosophen Richard Schröder/SPD suchen).

Selbst Jesus akzeptierte nicht alle Handlungen von Menschen, sondern
fühlte sich verpflichtet, schamlose Menschengruppen aus dem Tempel zu vertreiben:

Und Jesus ging in den Tempel hinein
und trieb heraus alle Verkäufer und Käufer im Tempel
und stieß die Tische der Geldwechsler um
und die Stände der Taubenhändler.
(Matthäus 21)

Euer Dieter
– Die Politik-Rakete –

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3 Kommentare zu AfD und Kirche 21.05.2017

  1. Diieter Dziobaka sagt:

    Den christlichen Kirchen laufen heute die Menschen davon. Das hat viele Gründe. Einer davon ist das Verblassen der Glaubensinhalte. Zentraler Punkt, warum die Menschen an Christus glaubten und sich zu der Religion bekannten, war das Heilsversprechen, auf das sich jeder Gläubige verlassen konnte, sofern er sich strikt an die Gebote hielt und von der Möglichkeit der „Vergebung der Sünden“ Gebrauch machte. Und worin gipfelt das Heilsversprechen? In der „Auferstehung der Toten und ein(em) ewige(s)n Leben“ und zwar ein konkretes, sogar körperliches Leben im Himmel, versteht sich. Jahrhunderte lang fürchteten sich die Menschen vor den Qualen der Hölle, die ihnen in Bildern und Plastiken höchst schauerlich in den Gotteshäusern und sonst wo vor Augen geführt wurden und denen man entgehen konnte durch die göttliche Gnade, die ihnen im Glauben an seinen Sohn Jesus Christus zuteil werden würde. An Himmel und Hölle sowie die Auferstehung der Toten glaubt hierzulande heute kaum noch jemand. Was bleibt dann der Kirche, um – wenn schon nicht „Gläubige“ – so doch wenigstens Mitglieder zu werben?^Man biedert sich dem Zeitgeist an, läuft dem Mainstream hinterher und bläst in das Horn derer, die im Besitz der Meinungshoheit sind. Man veranstaltet Tänze, organisiert Reisen und Tagungen, aber auch caritative Tätigkeit und engagiert sich im Kampf gegen rechts. Somit entwickelt sich die Kirche, wie es scheint, peu a peu in Richtung einer Art NSV, Nationalsozialistischer Volkswohlfahrt, nur mit entgegengesetztem Vorzeichen.

  2. Ein erfülltes Leben ist nicht kompatibel mit Religion. Der Bischof sollte mal lieber über die Kirchenflucht nachdenken.

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